Der Vitamin-D-Rezeptor (VDR) wird häufig im Zusammenhang mit Hautgesundheit genannt, insbesondere bei Psoriasis, atopischer Dermatitis und Hautkrebs. VDR-Polymorphismen (z. B. rs2228570, rs1544410) beeinflussen die Vitamin-D-Signalübertragung in Keratinozyten und Immunzellen der Haut. Es gibt moderate Assoziationen aus Humanstudien, aber die Effektstärken sind gering und die klinische Vorhersagekraft für einzelne SNPs ist schwach. Ein Gentest auf VDR-Varianten kann daher keine zuverlässige Aussage über das individuelle Hautkrebsrisiko oder den Schweregrad einer Dermatose treffen. Die Evidenz basiert überwiegend auf mechanistischen und Assoziationsstudien; randomisierte kontrollierte Studien fehlen weitgehend. Wichtiger sind messbare Vitamin-D-Spiegel, UV-Exposition und Lebensstilfaktoren. Ein VDR-Test ist als alleinige Grundlage für Hautempfehlungen nicht geeignet.
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