Transferrin ist ein Eisen-Transportprotein im Blut. Ein direkter Zusammenhang mit dem Blutzucker besteht nicht, aber indirekt über den Eisenstoffwechsel: Eisenüberschuss (erhöhte Transferrinsättigung) kann oxidativen Stress fördern, die Insulinsekretion der Betazellen beeinträchtigen und die Insulinresistenz verstärken – dies kann den Blutzucker erhöhen. Umgekehrt kann ein Eisenmangel (niedrige Transferrinsättigung) die Glukosetoleranz verschlechtern. Zudem wird glykiertes Transferrin (ein Glukose-Transferrin-Konjugat) als experimenteller Marker für die mittelfristige Blutzuckerkontrolle diskutiert, ist aber kein klinischer Standard. Die Evidenz beruht überwiegend auf mechanistischen und epidemiologischen Studien; randomisierte kontrollierte Studien fehlen. Caveat: Transferrin allein ist kein Blutzuckermarker; bei Diabetesverdacht sind Nüchternblutzucker, HbA1c oder oraler Glukosetoleranztest indiziert.
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