FADS1 codiert eine Delta-5-Desaturase, die an der Umwandlung von Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren beteiligt ist. In der Haut spielt die Fettsäurezusammensetzung eine Rolle für die Barrierefunktion und Entzündungsregulation. Es gibt GWAS-Assoziationen zwischen FADS1-Varianten und atopischer Dermatitis, jedoch sind die Effektstärken meist gering. Ein Mythos ist, dass ein einzelner SNP direkt ‚trockene Haut‘ oder ‚Ekzemrisiko‘ bestimmt – tatsächlich sind polygene und Umweltfaktoren (Ernährung, Mikrobiom) entscheidend. Consumer-DNA-Tests listen oft FADS1-SNPs, aber die klinische Prädiktion ist schwach. Die Evidenz ist mechanistisch plausibel, aber nicht ausreichend für personalisierte Hautpflege-Empfehlungen. Fakt: Eine ausreichende Zufuhr von Linolsäure (z. B. aus Pflanzenölen) unterstützt die Hautbarriere, unabhängig vom Genotyp. Vorsicht vor überzogenen Versprechen von ‚DNA-Hautcremes‘.
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