Magnesium spielt in den Wechseljahren eine unterstützende, aber nicht heilende Rolle. Es ist an über 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt, darunter Schlafregulation, Muskelentspannung und Knochenstoffwechsel. In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, was den Magnesiumbedarf erhöhen und zu Symptomen wie Schlafstörungen, Muskelkrämpfen, Stimmungsschwankungen und erhöhtem Knochenabbau beitragen kann. Einige Studien deuten darauf hin, dass eine ausreichende Magnesiumzufuhr Hitzewallungen mildern und die Schlafqualität verbessern kann, jedoch ist die Evidenzlage moderat und nicht eindeutig. Die meisten Daten stammen aus Beobachtungsstudien; große randomisierte kontrollierte Studien fehlen. Ein Bluttest auf Magnesium (im Serum oder Vollblut) kann einen Mangel aufdecken, aber viele Frauen haben normale Serumwerte trotz subklinischen Mangels. Die Aufnahme über die Nahrung (Vollkorn, Nüsse, grünes Blattgemüse) ist meist ausreichend; eine Supplementierung sollte nur nach ärztlicher Absprache erfolgen, da hohe Dosen Durchfall und Wechselwirkungen mit Medikamenten (z. B. Bisphosphonate) verursachen können. Insgesamt ist Magnesium ein sinnvoller Baustein in einem ganzheitlichen Ansatz für die Wechseljahre, aber kein Wundermittel.
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