BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) wird oft als „Dünger fürs Gehirn“ beworben, und es gibt tatsächlich mechanistische und epidemiologische Hinweise, dass ein niedriger BDNF-Spiegel mit Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes assoziiert ist. Allerdings: Die meisten Heim-DNA-Tests messen BDNF-Genvarianten, nicht den tatsächlichen Proteinspiegel im Blut oder Gehirn. Die Aussagekraft solcher Gen-SNPs für den individuellen Blutzucker ist gering – Lebensstilfaktoren wie Bewegung, Schlaf und Ernährung haben einen weitaus stärkeren Einfluss. Einige Studien zeigen, dass aerobes Training und bestimmte Nahrungsbestandteile (z. B. Omega-3-Fettsäuren, Curcumin) den BDNF-Spiegel moderat erhöhen können, aber die Evidenz ist überwiegend mechanistisch und nicht ausreichend für personalisierte Empfehlungen. Wer seinen Blutzucker verbessern möchte, sollte sich auf etablierte Maßnahmen konzentrieren: ballaststoffreiche Ernährung, regelmäßige Bewegung und Gewichtskontrolle. Ein BDNF-Test allein liefert keine klinisch verwertbare Handlungsanweisung.
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