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Ist Nährstoffcheck bei fatigue sinnvoll?

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Ist Nährstoffcheck bei fatigue sinnvoll?

Ein Nährstoffcheck bei Fatigue kann sinnvoll sein, wenn ein Mangelverdacht besteht – etwa bei Eisen, Vitamin B12, Vitamin D oder Magnesium. Allerdings ist Fatigue ein sehr unspezifisches Symptom mit vielen möglichen Ursachen (z. B. Schlafstörungen, Schilddrüsenunterfunktion, psychische Belastung, chronische Entzündungen). Ein reiner Nährstoffcheck ohne ärztliche Abklärung kann daher in die Irre führen. Die Evidenz für eine routinemäßige Nährstofftestung bei Fatigue ist schwach („practice“). Sinnvoller ist eine gezielte Labordiagnostik nach Anamnese, z. B. Blutbild, Ferritin, Vitamin B12, Vitamin D, Schilddrüsenwerte. Direkt-zu-Verbraucher-Tests (DTC) haben oft keine klinische Validierung und können falsch-positive oder falsch-negative Ergebnisse liefern. Ein Nährstoffcheck kann als erster Hinweis dienen, ersetzt aber keine ärztliche Abklärung. Bei Fatigue sollte immer auch an andere Ursachen wie Schlafapnoe, Depression oder chronische Infektionen gedacht werden. Evidenz: practice. Caveat: Keine randomisierten Studien belegen, dass ein breiter Nährstofftest bei Fatigue ohne spezifischen Mangelverdacht die Symptome verbessert.

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