Die CLOCK-Genvarianten (z.B. rs1801260) beeinflussen den zirkadianen Rhythmus, der wiederum die Darmgesundheit moduliert – etwa über die Darmpermeabilität, die Mikrobiota-Zusammensetzung und die Motilität. Studien zeigen, dass eine gestörte zirkadiane Rhythmik mit erhöhtem Risiko für Reizdarmsyndrom, entzündliche Darmerkrankungen und metabolische Störungen einhergeht. Allerdings ist die direkte Evidenz für einzelne CLOCK-SNPs auf die Darmgesundheit beim Menschen noch schwach: Die meisten Daten stammen aus Tiermodellen oder Assoziationsstudien mit kleinen Effektstärken. Ein Gentest auf CLOCK kann daher nur als Hinweis dienen, nicht als Diagnose. Wichtiger sind Lebensstilfaktoren wie regelmäßige Schlafzeiten, Lichtexposition und Ernährung. Die klinische Relevanz von CLOCK-Varianten für die Darmgesundheit bleibt aktuell begrenzt und sollte nicht als alleinige Grundlage für Supplemente oder Diäten verwendet werden.
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