Darmbakterien gelangen meist über den aufsteigenden Infektionsweg in die Blase: Bakterien aus dem Darm, vor allem Escherichia coli, besiedeln den After- und Dammbereich, wandern über die Harnröhre in die Blase und lösen dort eine Entzündung aus. Bei Frauen ist die Harnröhre kürzer, daher sind sie häufiger betroffen. Seltener erfolgt eine Einschwemmung über das Blut (hämatogen) oder die Lymphe, etwa bei schweren Darmentzündungen oder nach operativen Eingriffen. Die Darm-Harn-Barriere wird durch Faktoren wie Antibiotika, geschwächte Immunabwehr, Katheter oder hormonelle Veränderungen durchlässiger. Ein gesundes Mikrobiom kann die Besiedlung mit uropathogenen Keimen hemmen. MyBody-X-Tests analysieren das Darmmikrobiom, können aber keine akuten Harnwegsinfekte diagnostizieren. Bei wiederkehrenden Blasenentzündungen ist ein Arztbesuch ratsam. Die Evidenz basiert auf klinischer Erfahrung und mikrobiologischen Studien; direkte Humanstudien zur Translokation sind limitiert.
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