Magnesium spielt eine zentrale Rolle im Glukosestoffwechsel, da es als Cofaktor für über 300 Enzyme wirkt, darunter solche, die an der Insulinsekretion, Insulinwirkung und Glukoseaufnahme beteiligt sind. Epidemiologische Studien zeigen einen inversen Zusammenhang zwischen Magnesiumspiegel und Typ-2-Diabetes-Risiko. Ein niedriger Magnesiumstatus wird mit Insulinresistenz assoziiert, möglicherweise durch Beeinträchtigung der Insulinrezeptor-Tyrosinkinase-Aktivität. Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) legen nahe, dass eine Magnesiumsupplementation bei Menschen mit Hypomagnesiämie die Nüchternglukose und Insulinresistenz (HOMA-IR) verbessern kann. Allerdings ist die Evidenz nicht einheitlich: Viele Studien haben methodische Einschränkungen, und die Effekte sind moderat. Wichtig: Magnesium aus der Nahrung (z. B. Vollkorn, Nüsse, grünes Blattgemüse) ist einer Supplementierung vorzuziehen, es sei denn, ein Mangel ist nachgewiesen. Consumer-Bluttests auf Magnesium sind oft ungenau, da nur 1 % des Gesamtmagnesiums im Serum gemessen wird. Ein MyBody-X-Test kann keinen verlässlichen Magnesiumstatus liefern. Fazit: Magnesium ist relevant für die Blutzuckerregulation, aber eine Supplementierung sollte nur bei nachgewiesenem Mangel oder nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.
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