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Myths vs Facts: Ferritin und stress

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Myths vs Facts: Ferritin und stress

Ferritin ist ein Speicherprotein für Eisen und ein wichtiger Akteur im Eisenstoffwechsel. Chronischer Stress kann über die Aktivierung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse und die Freisetzung von Cortisol die Hepcidin-Produktion beeinflussen, was wiederum die Eisenresorption und -freisetzung aus den Speichern moduliert. Zudem fördert Stress häufig eine subklinische Entzündung (erhöhtes IL-6), die Hepcidin hochreguliert und so die Eisenverfügbarkeit senkt – dies kann zu einer funktionellen Eisenmangelanämie beitragen, obwohl die Ferritinspiegel normal oder sogar erhöht sein können. Ein Mythos ist, dass Ferritin direkt durch psychischen Stress „verbraucht“ wird; tatsächlich ist Ferritin ein Akute-Phase-Protein, das bei Entzündungen ansteigen kann, was die Interpretation erschwert. Ein weiterer Mythos: Niedriges Ferritin sei immer gleichbedeutend mit Eisenmangel – bei Stress kann Ferritin jedoch falsch niedrig sein, wenn gleichzeitig eine Entzündung vorliegt. Fakten: Ferritin sollte immer zusammen mit CRP, Transferrinsättigung und Blutbild beurteilt werden. Stressmanagement und eine ausreichende Zufuhr von Eisen, Vitamin C und B-Vitaminen können den Eisenstoffwechsel unterstützen. Die Evidenzlage ist moderat: Es gibt humane Studien, aber keine großen RCTs, die einen kausalen Zusammenhang zwischen Alltagsstress und Ferritin belegen. Caveat: Bei Verdacht auf Eisenmangel oder -überladung ist ein Arztbesuch unerlässlich.

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