was bedeutet crp beim blutbild — was ist Marketing-Hype?
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TIKKI Wissensantwort
CRP (C-reaktives Protein) ist ein Akute-Phase-Protein, das bei Entzündungen, Infektionen oder Gewebeschäden ansteigt. Im Blutbild wird es meist als unspezifischer Entzündungsmarker genutzt. Die hochsensitive CRP-Messung (hs-CRP) dient in der Kardiologie zur Risikoabschätzung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen – allerdings nur im Kontext anderer Risikofaktoren. Marketing-Hype entsteht oft, wenn CRP als alleiniger Indikator für ‚stille Entzündungen‘ oder als Steuergröße für Diäten oder Nahrungsergänzungsmittel beworben wird. Tatsächlich ist CRP wenig spezifisch: Schon eine harmlose Erkältung, Zahnfleischentzündung oder körperliche Belastung können die Werte vorübergehend erhöhen. Ohne ärztliche Einordnung und wiederholte Messungen ist ein einzelner CRP-Wert kaum aussagekräftig. Viele Direkt-an-Verbraucher-Labore bewerben CRP als ‚Entzündungs-Check‘, ohne auf diese Einschränkungen hinzuweisen. Die Evidenz für personalisierte Interventionen allein auf Basis von CRP ist schwach. Wer gesund lebt, ausgewogen isst und regelmäßig Sport treibt, hat meist normale CRP-Werte – ein Test ist dann oft überflüssig.
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