Die Rolle von IgG (Immunglobulin G) in den Wechseljahren ist wissenschaftlich nicht klar definiert. IgG ist ein Antikörper, der vor allem für die Immunabwehr gegen wiederkehrende Erreger und für die Immunität nach Impfungen zuständig ist. In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, was das Immunsystem beeinflussen kann – etwa durch eine leichte Verschiebung der Zytokinproduktion oder Veränderungen in der Aktivität von B- und T-Zellen. Einige Studien deuten auf alters- und hormonabhängige Veränderungen der Immunglobulinspiegel hin, jedoch sind die Ergebnisse inkonsistent und nicht spezifisch für IgG. Es gibt keine belastbare Evidenz, dass IgG-Werte allein zur Diagnose oder zum Monitoring der Wechseljahre geeignet sind. Kommerzielle Tests, die IgG als Biomarker für die Menopause anbieten, sind nicht evidenzbasiert und sollten kritisch hinterfragt werden. Für die Beurteilung des Wechseljahresstatus sind etablierte Hormonparameter wie FSH, Östradiol und die klinische Symptomatik (z. B. Hitzewallungen, Zyklusunregelmäßigkeiten) maßgeblich. IgG-Messungen können im Rahmen von Allergie- oder Immunstatusabklärungen sinnvoll sein, aber nicht zur Menopause-Diagnostik. Zusammenfassend: IgG spielt in der Routinediagnostik der Wechseljahre keine Rolle; die Evidenz ist schwach und uneinheitlich.
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