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Evidenz-Check: MTHFR im Kontext von menopause

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Evidenz-Check: MTHFR im Kontext von menopause

Die Evidenz für MTHFR-Gentests im Kontext der Menopause ist schwach bis moderat. MTHFR-Varianten (C677T, A1298C) beeinflussen die Folsäureverstoffwechselung und können den Homocysteinspiegel erhöhen – ein Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen, die nach der Menopause häufiger auftreten. Einige Studien zeigen Assoziationen zwischen MTHFR-Polymorphismen und Knochendichte, Stimmungsschwankungen oder Hitzewallungen, jedoch sind die Effekte klein und nicht ausreichend für eine klinische Handlungsempfehlung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung und Fachgesellschaften raten von einem routinemäßigen MTHFR-Test ab, da der Nutzen für die individuelle Therapie unklar ist. Stattdessen sollte der Fokus auf einer ausreichenden Folat- und Vitamin-B12-Versorgung liegen – unabhängig vom Genotyp. Ein Gentest kann in seltenen Fällen bei erhöhtem Homocystein und unklarer Ursache ergänzend sein, ersetzt aber keine ärztliche Abklärung. Vorsicht vor überhöhten Marketingversprechen: Viele Anbieter bewerben MTHFR als „Schlüsselgen“ für die Wechseljahre, ohne belastbare Evidenz. Fazit: Evidenzlage gemischt, kein Standard-Screening. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob eine Homocystein-Messung sinnvoller ist als ein Gentest.

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