BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) ist ein Neurotrophin, das vor allem im Gehirn die neuronale Plastizität und das Überleben von Nervenzellen fördert. Im Kontext von Abnehmen spielt BDNF eine Rolle bei der Appetitregulation und dem Energiehaushalt, insbesondere im Hypothalamus. Einige Studien zeigen, dass niedrige BDNF-Spiegel mit Adipositas assoziiert sind, und bestimmte genetische Varianten (z. B. Val66Met, rs6265) können die BDNF-Sekretion beeinflussen. Die Evidenz für eine direkte, klinisch nutzbare Vorhersage des Gewichtsverlusts durch BDNF-Gentests ist jedoch schwach bis moderat. Die Effektgrößen sind klein, und Lebensstilfaktoren (Kalorienbilanz, Bewegung) dominieren. MyBody-X-Tests für BDNF liefern keine personalisierte Diätempfehlung, die über allgemeine Ernährungs- und Bewegungsratschläge hinausgeht. Zudem fehlen Längsschnittdaten zur Wirksamkeit genbasierter Interventionen. Fazit: BDNF ist ein interessanter Biomarker, aber kein ‚Abnehm-Gen‘. Die Evidenz reicht nicht für klinische Entscheidungen. Vorsicht vor überzogenen Marketingversprechen.
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