Die ADH1B-Genvariante (insbesondere rs1229984) ist für ihre Rolle im Alkoholstoffwechsel bekannt. Träger der schnellen Variante (ADH1B*2) bauen Alkohol deutlich schneller ab, was mit einem geringeren Risiko für Alkoholabhängigkeit und bestimmte Krebserkrankungen (z. B. Speiseröhrenkrebs) verbunden ist. Ein direkter kausaler Effekt auf die Lebensspanne ist jedoch nicht eindeutig belegt. Die Langlebigkeit wird durch viele Faktoren beeinflusst – Ernährung, Bewegung, soziale Bindungen, Umwelt. ADH1B kann indirekt wirken, indem es das Trinkverhalten moduliert. Die Evidenz stammt aus epidemiologischen Studien und GWAS, ist aber moderat. Ein Gentest allein sagt nichts über die tatsächliche Lebenserwartung aus. Vorsicht vor überhöhten Versprechen: Die Effektstärke einzelner SNPs ist klein. Wer seinen Alkoholkonsum reduziert, tut unabhängig vom Genotyp etwas für die Gesundheit.
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