APOE ist primär für den Lipidstoffwechsel bekannt, aber es gibt Hinweise auf eine Beteiligung an der Glukoseregulation. Studien zeigen, dass der ε4-Allel (Risikoallel für Alzheimer) mit einer leicht erhöhten Nüchternglukose und Insulinresistenz assoziiert sein kann, während ε2 möglicherweise protektiv wirkt. Die Evidenz ist jedoch inkonsistent: Manche große GWAS finden keinen signifikanten Effekt auf Typ-2-Diabetes-Risiko nach Adjustierung für BMI und Lipide. Mechanistisch könnte APOE über die Modulation von Entzündungsprozessen und die Insulin-Signalwege in Adipozyten wirken. Für die klinische Praxis bedeutet dies: APOE-Genotypen allein sind kein starker Prädiktor für Blutzuckerprobleme. Ein gesunder Lebensstil (Ernährung, Bewegung) hat einen weitaus größeren Einfluss. Wer seinen APOE-Status kennt, sollte ihn nicht als Diabetestest missverstehen. Caveat: APOE-Tests werden meist für kardiovaskuläre oder Alzheimer-Risiken angeboten – die Blutzucker-Relevanz ist sekundär und nicht ausreichend belegt, um Supplemente oder Diäten zu rechtfertigen.
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