Der C‑reaktive Protein (CRP)-Test misst ein Protein, das von der Leber als Reaktion auf Entzündungen produziert wird. In der Praxis gilt ein CRP‑Wert <1 mg/L als normal, 1–5 mg/L kann auf eine geringe Entzündung hindeuten, 5–10 mg/L sehr leicht erhöht, 10–40 mg/L mäßig erhöht und >40 mg/L stark erhöht. Werte über 10 mg/L sprechen häufig für eine systemische Entzündung, z. B. bei bakteriellen Infektionen, Autoimmunerkrankungen oder schweren metabolischen Syndromen. Im Rahmen der kardiovaskulären Risikoabschätzung wird ein CRP >2 mg/L als erhöht angesehen, insbesondere bei gleichzeitig elaborierten Lipidprofilen. Beachten Sie, dass ein einzelner CRP‑Bestandteil nicht ausreichend ist: Entzündungen können durch Medikamente, Stress oder körperliche Aktivität beeinflusst werden. Für eine aussagekräftige Interpretation sollte die CRP‑Messung mit klinischen Befunden, Symptomen und ggf. weiteren Biomarkern (z. B. ESR, Lymphozytenzahl, Procalcitonin) trianguliert werden.
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