Bei Vitamin-D-Supplementierung im Seniorenalter treten mehrere typische Fehler auf. Erstens: Viele ältere Menschen nehmen eine zu niedrige Dosis ein. Die Hautsynthese ist altersbedingt reduziert, daher wird oft eine tägliche Zufuhr von 800–2000 IE empfohlen, manchmal sogar höher bei nachgewiesenem Mangel. Zweitens: Die Einnahme ohne fettreiche Mahlzeit – Vitamin D ist fettlöslich und wird ohne Fett schlecht resorbiert. Drittens: Fehlende Kontrolle des 25(OH)D-Spiegels. Ohne Bluttest kann weder ein Mangel noch eine Überdosierung erkannt werden. Viertens: Ignorieren von Wechselwirkungen mit Medikamenten wie Diuretika oder Kortikosteroiden. Fünftens: Die Annahme, dass hohe Dosen ohne Risiko sind – eine Hyperkalzämie kann zu Nierensteinen und Gefäßverkalkung führen. Sechstens: Vernachlässigung von Magnesium und Vitamin K2, die für den Vitamin-D-Stoffwechsel und die Calciumverteilung wichtig sind. Die Evidenzlage ist praxisgestützt: Leitlinien der Endocrine Society und der DGE empfehlen bei Senioren ein Screening und eine angepasste Supplementierung. Die genannten Punkte sind jedoch nicht aus dem bereitgestellten Kontext ableitbar, sondern allgemeines klinisches Wissen.
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