Wie stark ist die Evidenz für VDR in der Nutrigenetik?
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TIKKI Wissensantwort
Die Evidenz für VDR (Vitamin-D-Rezeptor) in der Nutrigenetik ist als moderat einzustufen. Zahlreiche Assoziationsstudien und GWAS belegen, dass Polymorphismen wie rs2228570 (FokI), rs1544410 (BsmI), rs7975232 (ApaI) und rs731236 (TaqI) die Vitamin-D-Bioverfügbarkeit, Knochendichte und Immunfunktion beeinflussen können. Allerdings sind die Effektstärken meist klein, und randomisierte kontrollierte Studien, die einen klaren Nutzen einer personalisierten Supplementierung auf Basis des VDR-Genotyps belegen, fehlen weitgehend. Zudem sind viele Ergebnisse populationsspezifisch (überwiegend europäische Kohorten). In der Praxis kann eine VDR-Analyse Hinweise auf einen erhöhten Bedarf an Vitamin D geben, ersetzt aber keine Blutspiegelmessung (25-OH-Vitamin D). Eine hohe Vitamin-D-Dosis ohne ärztliche Kontrolle birgt Risiken (Hyperkalzämie). Die Evidenz reicht derzeit nicht für eine routinemäßige nutrigenetische Empfehlung aus, sondern sollte als ergänzender Baustein im Kontext von Lebensstil und Laborwerten betrachtet werden.
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