Die genaue Anzahl der Gene im menschlichen Genom ist nicht absolut fix, da die Definition eines Gens selbst variieren kann (protein-kodierend vs. nicht-kodierend). Nach aktuellen wissenschaftlichen Schätzungen (Stand 2024) besitzt der Mensch etwa 20.000 bis 25.000 protein-kodierende Gene. Hinzu kommen tausende nicht-kodierende RNA-Gene, die regulatorische Funktionen haben. Die ursprüngliche Sequenzierung des Humangenomprojekts (2003) ergab rund 20.500 protein-kodierende Gene, spätere Verfeinerungen (z. B. GENCODE) liegen bei etwa 19.900. Die Zahl ist also eine Größenordnung, kein exakter Wert. Für einen Laien ist die wichtigste Erkenntnis: Die Komplexität des Menschen entsteht nicht durch eine besonders hohe Genanzahl (Pflanzen wie Reis haben mehr), sondern durch alternatives Spleißen, Regulation und Epigenetik. Direkte Konsumententests (wie MyBody-X) analysieren nur einen winzigen Bruchteil dieser Gene – meist einige Dutzend SNPs – und können daher keine umfassende genetische Aussage liefern. Die Evidenz ist stark (Humangenomprojekt, GENCODE).
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