Triglyceride sind bei Senioren ein wichtiger, aber oft übersehener Risikomarker für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für erhöhte Werte durch verlangsamten Stoffwechsel, veränderte Ernährung und Begleiterkrankungen wie Diabetes oder metabolisches Syndrom. Ein nüchterner Wert unter 150 mg/dl gilt als normal; Werte darüber erfordern ärztliche Abklärung. Wichtig: Bei Senioren können auch moderat erhöhte Werte (150–200 mg/dl) klinisch relevant sein, da sie oft mit Insulinresistenz und Entzündungsprozessen einhergehen. Lebensstiländerungen (mediterrane Ernährung, Bewegung, Gewichtsreduktion) sind erste Maßnahmen. Medikamente wie Fibrate oder Omega-3-Fettsäuren (verschreibungspflichtig) kommen bei hohen Werten infrage. Vorsicht: Nahrungsergänzungsmittel aus dem Internet sind oft nicht ausreichend geprüft. Ein Bluttest (z. B. MyBody-X Lipid-Panel) kann helfen, den Status zu erfassen, ersetzt aber keine ärztliche Diagnose. Die Evidenz für den Nutzen einer Triglycerid-Senkung im Alter ist moderat – der Fokus sollte auf dem Gesamtrisiko (LDL, HDL, Blutdruck, Blutzucker) liegen.
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