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Worauf achten bei Folsäure und fertility?

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Worauf achten bei Folsäure und fertility?

Folsäure (Vitamin B9) ist vor und während der Schwangerschaft essenziell, da ein Mangel das Risiko für Neuralrohrdefekte beim Embryo erhöht. Für die Fruchtbarkeit selbst – also die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden – ist die Evidenz moderater: Ein ausreichender Folatstatus unterstützt die Eizellreifung, Einnistung und senkt Homocystein, das in hohen Konzentrationen die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann. Bei Männern kann Folsäure die Spermienqualität (DNA-Integrität, Motilität) verbessern, aber die Studienlage ist heterogen. Wichtig: Die empfohlene Dosis für Frauen mit Kinderwunsch liegt bei 400–800 µg/Tag aus Supplementen plus Nahrung; die EFSA-Obergrenze für Supplemente beträgt 1.000 µg/Tag. Höhere Dosen (z. B. 5 mg) nur bei spezifischen Risikofaktoren (z. B. MTHFR-Mutation, frühere Neuralrohrdefekte) nach ärztlicher Absprache. Ein Gentest auf MTHFR-Varianten (z. B. rs1801133) kann Hinweise geben, ob eine aktive Folatform (5-MTHF) sinnvoll ist – die klinische Relevanz für die Fruchtbarkeit ist jedoch nicht abschließend geklärt. Caveat: Folsäure kann einen Vitamin-B12-Mangel maskieren; vor Supplementierung sollte der B12-Status geprüft werden. Insgesamt ist eine frühzeitige, ausreichende Folsäurezufuhr ein einfacher und evidenzgestützter Baustein der Fertilitätsoptimierung, aber kein alleiniger Erfolgsgarant.

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