Testosteron beeinflusst den Stoffwechsel, die Muskelmasse und die Fettverteilung – alles Faktoren, die das Körpergewicht indirekt mitbestimmen. Ein niedriger Testosteronspiegel wird mit erhöhtem Körperfettanteil und verminderter Insulinsensitivität assoziiert. Allerdings ist die Evidenz für eine direkte, klinisch relevante Wirkung auf die Gewichtsabnahme moderat: Randomisierte Studien zeigen, dass eine Testosterontherapie bei Männern mit Hypogonadismus zu einer moderaten Reduktion von Fettmasse und einer Zunahme von Muskelmasse führen kann, aber die Effekte auf das Gesamtkörpergewicht sind gering und nicht mit einer strukturierten Diät oder Bewegung gleichzusetzen. Bei Frauen mit normalen Spiegeln bringt eine zusätzliche Gabe meist keine Vorteile, sondern birgt Risiken (z. B. Virilisierung). Die bereitgestellten Kontextdaten enthalten keine spezifischen Informationen zu Testosteron-SNPs oder -Tests. Daher ist die Aussagekraft von Gentests für Testosteron-assoziierte Gewichtsveränderungen derzeit schwach. Zusammenfassend: Testosteron spielt eine unterstützende, aber keine primäre Rolle beim Gewichtsverlust; Lebensstilinterventionen bleiben entscheidend.
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