Der Gesundheits-Check-up ab 50 (auch „Check-up 50+“ genannt) ist in Deutschland eine erweiterte Früherkennungsuntersuchung, die von den gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre angeboten wird. Er baut auf dem allgemeinen Check-up ab 35 auf und umfasst zusätzliche Screenings, die speziell auf das steigende Risiko für bestimmte Erkrankungen im höheren Alter abzielen. Dazu gehören: eine ausführliche Anamnese (Krankengeschichte, Familienanamnese), körperliche Untersuchung (inkl. Blutdruckmessung, Abtasten des Bauches, Untersuchung der Haut), Blutuntersuchung (Blutfette, Blutzucker, Nierenwerte, Leberwerte, Schilddrüsenwerte, Vitamin D, ggf. Harnsäure), Urinuntersuchung, sowie ein Hautkrebs-Screening (alle zwei Jahre). Zusätzlich wird zur Früherkennung von Darmkrebs ein Test auf verborgenes Blut im Stuhl (iFOBT) angeboten, und Männer haben ab 50 Anspruch auf eine Tastuntersuchung der Prostata. Frauen erhalten ab 50 weiterhin das Mammographie-Screening (alle zwei Jahre bis 69). Der Check-up dient nicht der Diagnose, sondern der Risikoeinschätzung und Früherkennung. Die Evidenz für die einzelnen Maßnahmen ist unterschiedlich: Blutdruck- und Cholesterinmessung sind gut belegt, der Nutzen des Hautkrebs-Screenings ist umstritten. Wichtig: Der Check-up ersetzt keine Vorsorgeuntersuchungen wie Krebsfrüherkennung (z. B. Koloskopie) oder Impfberatung. Er sollte individuell mit dem Hausarzt besprochen werden.
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