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Evidenz-Check: Ferritin Eisenmangel im Kontext von Wechseljahre

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Evidenz-Check: Ferritin Eisenmangel im Kontext von Wechseljahre

Ferritin ist ein Speicherprotein für Eisen und ein wichtiger Marker für die Eisenversorgung. In den Wechseljahren sinkt der Eisenbedarf oft, da die Menstruation ausbleibt – trotzdem kann ein Eisenmangel auftreten, z. B. durch Blutverlust (Myome, Polypen) oder Resorptionsstörungen. Ein niedriger Ferritinwert (<30 µg/L) gilt als Eisenmangel, auch wenn Hämoglobin noch normal ist. Allerdings ist Ferritin ein Akute-Phase-Protein: Entzündungen, Infekte oder chronische Erkrankungen können den Wert künstlich erhöhen und einen Mangel verschleiern. Daher sollte parallel CRP gemessen werden. Direkt-to-Consumer-Tests liefern einen Rohwert, aber keine Diagnose. Die Interpretation erfordert ärztliche Einordnung, insbesondere in den Wechseljahren, wo Symptome wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder Haarausfall auch hormonell bedingt sein können. Eine Eisensupplementation ohne gesicherten Mangel ist nicht empfohlen, da Überschuss oxidativen Stress fördert. Evidenz: Praxis (Labordiagnostik) mit moderater klinischer Stärke. Caveat: Ferritin allein reicht nicht; immer ärztliche Abklärung nötig.

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