Magnesium spielt eine Rolle bei vielen physiologischen Prozessen, darunter Hormonregulation, Zellteilung und Stressreaktion – alles Faktoren, die die Fruchtbarkeit beeinflussen können. Einige Beobachtungsstudien deuten auf einen Zusammenhang zwischen niedrigem Magnesiumspiegel und weiblicher Unfruchtbarkeit (z. B. bei PCOS) sowie eingeschränkter Spermienqualität hin. Allerdings fehlen groß angelegte randomisierte kontrollierte Studien, die einen kausalen Nutzen einer Magnesiumsupplementierung zur Steigerung der Fruchtbarkeit belegen. Die Evidenz ist daher als moderat bis gemischt einzustufen. Ein Magnesiummangel sollte ärztlich abgeklärt werden, bevor man Nahrungsergänzungsmittel einnimmt. Hohe Dosen können Nebenwirkungen wie Durchfall oder Wechselwirkungen mit Medikamenten verursachen. Zusammenfassend: Magnesium kann unterstützend wirken, ist aber kein Wundermittel und ersetzt keine fruchtbarkeitsmedizinische Abklärung.
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