Die Frage, ob Progesteron die Langlebigkeit fördern kann, ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt. Es gibt Hinweise aus tierexperimentellen und mechanistischen Studien, dass Progesteron neuroprotektive, entzündungshemmende und möglicherweise anti-aging-Effekte haben könnte. Allerdings fehlen belastbare Humanstudien, die einen direkten Zusammenhang zwischen Progesteronspiegeln oder -supplementation und einer verlängerten Lebensspanne belegen. Zudem ist Progesteron ein Hormon mit vielfältigen Wirkungen – eine unkontrollierte Einnahme kann Risiken wie Stimmungsschwankungen, Thrombosen oder hormonelle Ungleichgewichte mit sich bringen. Direkt-to-Consumer-Tests, die Progesteron als „Langlebigkeits-Booster“ bewerben, basieren oft auf überinterpretierten oder vorläufigen Daten. Aus heutiger Sicht ist die Evidenz als „mechanistisch/unclear“ einzustufen. Wer seinen Hormonstatus prüfen lassen möchte, sollte dies ärztlich begleiten und nicht allein auf Basis von Heimtests handeln.
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