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Ist BDNF bei Fruchtbarkeit sinnvoll?

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Ist BDNF bei Fruchtbarkeit sinnvoll?

BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) ist ein Neurotrophin, das vor allem für seine Rolle im Nervensystem bekannt ist. Es gibt jedoch Hinweise, dass BDNF auch an der Fortpflanzung beteiligt ist: Es wird in Ovar, Endometrium und Spermien exprimiert und könnte die Eizellreifung, Embryonenimplantation und Spermienqualität beeinflussen. Einige Studien zeigen niedrigere BDNF-Spiegel bei Frauen mit Fertilitätsstörungen oder bei Männern mit eingeschränkter Spermienqualität. Die Evidenz ist jedoch überwiegend mechanistisch und stammt aus kleinen Beobachtungsstudien. Es gibt keine validierten klinischen Grenzwerte oder Interventionen, die auf BDNF-Messungen basieren. Ein Gentest auf BDNF-Varianten (z. B. Val66Met) hat für die Fruchtbarkeit keine gesicherte klinische Relevanz. Die MyBody-X-Tests messen BDNF nicht direkt. Daher ist BDNF derzeit kein sinnvoller Biomarker für Fruchtbarkeit im Rahmen von Heimtests. Wer konkrete Fruchtbarkeitsprobleme hat, sollte ärztliche Diagnostik (Hormonstatus, Spermiogramm, Ultraschall) in Anspruch nehmen.

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