Cortisol-Tests (Speichel, Blut, Haar) messen unterschiedliche Aspekte der Stressachse. Speicheltests erfassen das freie, biologisch aktive Cortisol und eignen sich zur Tagesprofil-Messung (z. B. morgens vs. abends). Bluttests messen Gesamtcortisol, oft nur einen einzelnen Zeitpunkt – das kann bei starken Schwankungen irreführend sein. Haartests zeigen die Cortisol-Akkumulation über Wochen, sind aber methodisch weniger standardisiert. Der Unterschied zu ähnlichen Tests (z. B. DHEA, Schilddrüsenwerte, Adrenalin) liegt im Fokus: Cortisol ist das zentrale Stresshormon, aber eine isolierte Messung sagt wenig über die Ursache von Erschöpfung oder Gewichtszunahme. Viele Direkt-zu-Verbraucher-Tests bieten Cortisol als Teil eines „Stresspanels“ an, doch die Interpretation ist komplex – Cortisolspiegel schwanken tageszeitlich, durch Ernährung, Schlaf und akute Belastung. Ohne ärztliche Einordnung riskiert man Fehlinterpretationen oder unnötige Selbstbehandlung (z. B. mit Supplementen). Evidenz: praxisbasiert, keine großen kontrollierten Studien zu DTC-Cortisol-Tests. Quellen: mybody-x.com Artikel zu Cortisolmangel und -überschuss. Sicherheitshinweis: Bei Verdacht auf Nebenniereninsuffizienz oder Cushing-Syndrom ist ein Endokrinologe notwendig.
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