was tun bei allergischer reaktion — was ist evidenzbasiert?
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TIKKI Wissensantwort
Bei einer allergischen Reaktion hängt das Vorgehen von der Schwere ab. Für leichte bis moderate Symptome (Nesselsucht, Juckreiz, laufende Nase) sind Antihistaminika der zweiten Generation (z. B. Cetirizin, Loratadin) evidenzbasiert und rezeptfrei erhältlich. Bei Atemnot, Schwellungen im Gesicht/Rachen oder Kreislaufproblemen (Anaphylaxie) ist Adrenalin (Epinephrin) per Autoinjektor die einzig evidenzbasierte Akuttherapie – sofortiger Notruf (112) ist obligat. Die Ursachenabklärung sollte durch einen Allergologen erfolgen: Hauttests (Prick) und ggf. IgE-Bestimmung im Blut. Direkt-zu-Verbraucher-Tests wie der AllergieCheck von MyBody-X messen zwar IgE gegen häufige Allergene, können aber keine klinische Allergie diagnostizieren – sie liefern lediglich Lifestyle-Hinweise, keine medizinischen Schlüsse. Eine positive Sensibilisierung bedeutet nicht zwangsläufig eine Allergie. Evidenz: Für Akutmaßnahmen starke klinische Evidenz (Leitlinien), für Heimtests marketingbasiert. Caveat: Bei Verdacht auf schwere Allergie immer ärztliche Abklärung; Selbsttests ersetzen keine Diagnose.
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