Die Evidenz für einen direkten Zusammenhang zwischen dem FUT2-Gen (Fucosyltransferase 2) und der Menopause ist sehr begrenzt. FUT2 bestimmt den Sekretor-Status und beeinflusst die Aufnahme von Vitamin B12 sowie die Zusammensetzung des Mikrobioms. Einige Studien deuten auf eine Assoziation mit dem Vitamin-B12-Spiegel hin, der wiederum mit dem Alter der Menopause in Verbindung gebracht wurde – jedoch sind die Effekte klein und die Studienlage inkonsistent. Es gibt keine robusten klinischen Daten, die FUT2-Varianten als prädiktiven Marker für den Menopausenzeitpunkt oder menopausale Symptome stützen. Die meisten Erkenntnisse stammen aus GWAS, die viele Gene mit geringen Effektstärken identifizieren. Für die individuelle Gesundheitsberatung in den Wechseljahren sind etablierte Biomarker (z. B. FSH, Östradiol) und Lebensstilfaktoren weitaus relevanter. Ein reiner FUT2-Gentest liefert keine klinisch verwertbare Aussage zur Menopause. Vorsicht vor übertriebenen Marketingversprechen, die einen solchen Test als ‚Menopause-Check‘ bewerben.
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