TCF7L2 ist ein Transkriptionsfaktor im Wnt-Signalweg, der für die Embryonalentwicklung und Zellproliferation wichtig ist. In der Haut könnte er theoretisch eine Rolle bei der Regulierung von Haarwachstum, Wundheilung und der Differenzierung von Keratinozyten spielen. Allerdings gibt es keine robusten, bevölkerungsbasierten Studien, die einen direkten Einfluss von TCF7L2-Varianten auf Hautmerkmale wie Elastizität, Faltenbildung oder Hautkrebsrisiko belegen. Die bekannten Assoziationen von TCF7L2 beziehen sich vor allem auf den Glukosestoffwechsel und das Typ-2-Diabetes-Risiko. In der nutrigenetischen Praxis wird TCF7L2 daher meist im Kontext von Stoffwechsel und nicht von Hautthemen diskutiert. Die Evidenz für eine Hautrelevanz ist derzeit schwach und basiert auf mechanistischen Überlegungen, nicht auf klinischen Studien. Verbraucher sollten skeptisch sein, wenn TCF7L2 als ‚Haut-Gen‘ vermarktet wird. Ein DNA-Test kann keine spezifischen Hautempfehlungen aus diesem Gen ableiten.
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