Stress und Insulin sind über die Stresshormone Cortisol und Adrenalin eng verbunden. Akuter Stress führt zur Freisetzung von Glukose aus der Leber, was den Blutzucker erhöht und die Insulinausschüttung anregt. Chronischer Stress hingegen kann zu einer verminderten Insulinempfindlichkeit (Insulinresistenz) führen, da dauerhaft erhöhte Cortisolspiegel die Wirkung des Insulins abschwächen. Dies begünstigt langfristig Stoffwechselstörungen wie Typ-2-Diabetes. Die Evidenz stammt aus humanphysiologischen Studien und ist moderat, da individuelle Faktoren wie Schlaf, Ernährung und Genetik (z. B. Varianten in Stressregulationsgenen) eine Rolle spielen. Ein direkter kausaler Nachweis im Alltag ist schwierig. Die Zusammenhänge sind biologisch plausibel, aber nicht deterministisch.
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