Ferritin ist das wichtigste Eisenspeicherprotein im Körper. Ein direkter Zusammenhang mit der Darmgesundheit besteht über mehrere Mechanismen: Erstens wird Eisen hauptsächlich im Zwölffingerdarm resorbiert – eine gestörte Darmschleimhaut (z. B. bei Zöliakie, Morbus Crohn oder bakterieller Fehlbesiedlung) kann die Eisenaufnahme beeinträchtigen und zu niedrigem Ferritin führen. Zweitens beeinflusst der Eisenstatus die Zusammensetzung des Darmmikrobioms: Eisenmangel kann pathogene Keime begünstigen, während Eisenüberschuss (z. B. bei Hämochromatose) Entzündungen fördert und die Darmbarriere schädigen kann. Drittens wird Ferritin als Akute-Phase-Protein bei systemischen Entzündungen erhöht – eine erhöhte Darmpermeabilität (Leaky Gut) kann daher indirekt über Entzündungsmarker mit erhöhtem Ferritin einhergehen. Die Evidenzlage ist überwiegend mechanistisch und beobachtend; große Interventionsstudien fehlen. Ein MyBody-X-Test kann Ferritin messen, aber keine direkte Darmdiagnose stellen. Bei auffälligen Werten sollte ein Arzt die Ursachen (Eisenmangel, Hämochromatose, chronische Entzündung) abklären.
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