Studien zu Triglycerid-Tests zeigen, dass erhöhte Nüchtern-Triglyceride (≥150 mg/dL) ein unabhängiger Risikofaktor für kardiovaskuläre Ereignisse sind (z. B. Emerging Risk Factors Collaboration, Lancet 2010). Allerdings ist die Evidenz für den Nutzen eines Screenings bei asymptomatischen Personen moderat; die US Preventive Services Task Force gibt keine klare Empfehlung für oder gegen ein allgemeines Screening. Bei Verbraucher-Bluttests (z. B. aus dem Fingerstich) ist die Genauigkeit oft geringer als bei venösen Labormessungen, und die Interpretation sollte immer im klinischen Kontext erfolgen. Ein einzelner erhöhter Wert kann durch Nahrungsaufnahme, Alkohol oder Medikamente beeinflusst sein. Die Evidenz für personalisierte Ernährungsempfehlungen basierend auf Triglycerid-Werten allein ist schwach; besser ist ein Gesamtlipidprofil (inkl. LDL, HDL) und die Betrachtung von Lebensstilfaktoren. Zusammenfassend: Triglycerid-Tests sind klinisch etabliert, aber Verbrauchertests liefern nur einen Anhaltspunkt – keine Diagnose.
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