MTHFR-Varianten (z. B. C677T) beeinflussen die Methylierung und können den Homocysteinspiegel erhöhen. Ein erhöhter Homocysteinspiegel wird mit Entzündungen und oxidativem Stress in Verbindung gebracht, was theoretisch die Darmbarriere schwächen und das Mikrobiom beeinträchtigen könnte. Allerdings gibt es keine starke, direkte Evidenz aus Humanstudien, die MTHFR-Varianten kausal mit einer gestörten Darmgesundheit verknüpft. Die meisten Effekte sind klein und werden durch Ernährung (Folsäure, B-Vitamine) moduliert. Viele Direkt-zu-Konsumenten-Tests übertreiben die klinische Bedeutung solcher Varianten. Die Darmgesundheit wird primär durch Ernährung, Lebensstil und Mikrobiom bestimmt – nicht durch ein einzelnes Gen. Ein MTHFR-Befund allein rechtfertigt keine speziellen Supplemente ohne ärztliche Abklärung. Evidenzgrad: human-observational (limitierte direkte Daten).
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