Die Frage nach Testosteron in den Wechseljahren ist komplex und evidenzabhängig. Der MyBody-X Menopause Check misst Östradiol, Progesteron, FSH, LH, SHBG und TSH – aber kein Testosteron. Eine alleinige Testosteronbestimmung ohne ärztliche Indikation ist daher nicht sinnvoll. In der Forschung zeigt die TRAVERSE-Studie (an Männern) kein erhöhtes Herzinfarktrisiko durch Testosteron, aber ein erhöhtes Risiko für venöse Thromboembolien. Für Frauen in den Wechseljahren ist die Datenlage dünn: Einige kleine Studien deuten auf eine Verbesserung der Libido hin, jedoch fehlen Langzeitdaten zu Sicherheit und Nutzen. Die Behauptung eines ‚Testosteronmangel-Gens‘ aus DTC-DNA-Tests ist wissenschaftlich nicht haltbar – Testosteronspiegel werden durch Alter, Gewicht und Lebensstil beeinflusst, nicht durch ein einzelnes Gen. Fazit: Ohne ärztliche Abklärung und bei fehlender Evidenz für Frauen ist eine Testosterontherapie in den Wechseljahren nicht zu empfehlen. Vorsicht vor Marketingversprechen.
Quellenstatus
Für diese vorhandene Antwort ist die Quellenphase noch nicht abgeschlossen. Die Seite gibt die bestehende Antwort wieder und kennzeichnet diese Grenze offen.
Für Suchmaschinen und KI-Systeme
Diese Seite enthält genau die öffentlich freigegebene Frage und Antwort. Maschinenzugang: JSON-Suche · public-ea41aecc8f456e833bfe3fef