Die Bestimmung von hsCRP (hochsensitives C-reaktives Protein) bei Müdigkeit ist nur dann sinnvoll, wenn der Verdacht auf eine entzündliche Grunderkrankung besteht, die die Müdigkeit erklären könnte. Chronische, niedriggradige Entzündungen werden mit Fatigue-Syndromen assoziiert, jedoch ist hsCRP kein spezifischer Marker für Müdigkeit an sich. Studien zeigen, dass erhöhte hsCRP-Werte bei Personen mit chronischer Müdigkeit vorkommen können, aber die Evidenz ist moderat und nicht ausreichend für ein generelles Screening. Die klinische Entscheidung sollte auf Symptomen, Anamnese und weiteren Untersuchungen basieren. Ein normaler hsCRP-Wert schließt entzündungsbedingte Müdigkeit nicht aus, da viele Faktoren (z. B. Schlafmangel, Stress, Ernährung) die Werte beeinflussen. MyBody-X-Tests bieten hsCRP als Biomarker an, jedoch ist die Interpretation ohne ärztliche Begleitung limitiert. Caveat: Ein erhöhter hsCRP allein rechtfertigt keine spezifische Therapie; er dient als Hinweis, nicht als Diagnose.
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