Evidenz-Check: Folsäure im Kontext von Wechseljahre
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TIKKI Wissensantwort
Folsäure (Vitamin B9) ist essenziell für Zellteilung und Blutbildung. In den Wechseljahren steigt oft der Homocysteinspiegel, ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Einige Studien zeigen, dass Folsäure (0,4–0,8 mg/Tag) den Homocysteinspiegel senken kann – die Evidenz ist hier moderat (human-moderate). Allerdings gibt es keine belastbaren Belege, dass Folsäure typische Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen lindert. Wichtig: Hohe Dosen (>1 mg) können einen Vitamin-B12-Mangel maskieren, der bei älteren Frauen häufiger vorkommt. Vor Supplementierung sollte der B12-Status geprüft werden. Die meisten Frauen erreichen den Bedarf über die Ernährung (Grüngemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn). Ein Bluttest auf Folat und B12 ist sinnvoller als eine pauschale Einnahme. Caveat: Keine starke Evidenz für Anti-Aging- oder Hormoneffekte. Die MyBody-X Nährstoffmangeltests messen Folat, aber die Interpretation sollte ärztlich erfolgen.
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