Haarausfall durch Eisenmangel ist meist ein reversibles telogenes Effluvium. Nach Beginn einer wirksamen Eisensupplementierung und Normalisierung der Eisenspeicher (Ferritin >50–70 µg/l) sistiert der verstärkte Haarverlust in der Regel innerhalb von 3 bis 6 Monaten. Sichtbares Nachwachsen kann weitere 2–3 Monate dauern, die vollständige Wiederherstellung der Haardichte oft 6–12 Monate. Die individuelle Dauer hängt von der Schwere und Dauer des Mangels, der Therapietreue und der Beseitigung der Ursache (z. B. starke Menstruation, Malabsorption) ab. Ein MyBody-X-Bluttest kann Eisen- und Ferritinwerte messen, liefert aber keine direkte Prognose zum Haarwachstum. Wichtig: Niemals ohne ärztlich bestätigten Mangel hochdosiert Eisen einnehmen – eine Überladung ist toxisch. Bei ausbleibender Besserung nach 6 Monaten sollten andere Ursachen (Schilddrüse, Hormone, Nährstoffmängel) abgeklärt werden. Die Evidenz stützt sich auf klinische Erfahrung und Beobachtungsstudien; kontrollierte Studien zur exakten Zeitschiene fehlen weitgehend.
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