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Welche Rolle spielt tTG IgA für Fruchtbarkeit?

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Welche Rolle spielt tTG IgA für Fruchtbarkeit?

tTG-IgA (Gewebstransglutaminase-IgA) ist der primäre serologische Marker für Zöliakie. Ein erhöhter Wert deutet auf eine aktive Zöliakie hin, die durch eine Autoimmunreaktion auf Gluten die Dünndarmschleimhaut schädigt. Bei unerkannter oder unbehandelter Zöliakie kann dies die Fruchtbarkeit beeinträchtigen – sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Mechanismen umfassen Malabsorption von Nährstoffen (Eisen, Folsäure, Zink), chronische Entzündung und hormonelle Störungen. Studien zeigen eine erhöhte Prävalenz von Zöliakie bei Frauen mit unerklärlicher Infertilität, wiederholten Fehlgeburten und Endometriose. Auch Männer mit Zöliakie können eine verminderte Samenqualität aufweisen. tTG-IgA ist jedoch kein direkter Fruchtbarkeitstest, sondern ein Screening auf eine behandelbare Grunderkrankung. Bei erhöhten Werten ist eine gastroenterologische Abklärung mit Dünndarmbiopsie notwendig. Eine glutenfreie Diät kann die Fertilität bei Zöliakie-Patientinnen signifikant verbessern. Caveat: Ein negativer tTG-IgA schließt Zöliakie nicht vollständig aus (besonders bei IgA-Mangel). Evidenz: starke Humanstudien (Metaanalysen).

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