Ein Vitamin-D-Selbsttest (z. B. Bluttest per Teststreifen oder Trockenblutkarte) kann für Personen sinnvoll sein, die ein erhöhtes Risiko für einen Mangel haben: wenig Sonnenexposition (z. B. Büroangestellte, Menschen in nördlichen Breiten), dunkle Haut, ältere Menschen, Schwangere, Personen mit Adipositas oder bestimmten chronischen Erkrankungen (z. B. Morbus Crohn, Niereninsuffizienz). Allerdings ist die Genauigkeit von Heimtests oft geringer als bei Labormethoden (z. B. HPLC-MS/MS). Die Evidenz für einen Nutzen des Screenings asymptomatischer Gesunder ist schwach; Leitlinien (z. B. US Preventive Services Task Force) empfehlen kein generelles Screening. Ein Selbsttest kann als Orientierung dienen, sollte aber nicht zur Selbstdiagnose oder -therapie mit hochdosiertem Vitamin D führen. Bei auffälligen Werten ist eine ärztliche Abklärung ratsam. Die Evidenzlage ist insgesamt moderat (Beobachtungsstudien, keine großen RCTs für Selbsttests).
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