HDL (High-Density-Lipoprotein) wird oft als ‚gutes Cholesterin‘ bezeichnet, doch die Evidenz ist differenzierter. Gewichtsverlust kann HDL leicht erhöhen – vor allem durch regelmäßige Bewegung und eine mediterrane Ernährung mit ungesättigten Fetten. Allerdings zeigen große Studien (z. B. Mendelsche Randomisierung), dass genetisch bedingt hohes HDL nicht zwangsläufig das Herzinfarktrisiko senkt. Ein DNA-Test auf HDL-beeinflussende Varianten (z. B. in CETP, LIPC) liefert daher nur schwache, nicht-klinische Hinweise. Wichtiger sind direkte Messwerte wie HDL-C, Triglyzeride und das Verhältnis zu LDL. Wer abnehmen möchte, sollte auf nachhaltige Kalorienreduktion und Bewegung setzen – nicht auf isolierte HDL-Erhöhung. Caveat: Sehr hohe HDL-Werte (>90 mg/dl bei Männern, >100 bei Frauen) können sogar mit erhöhter Mortalität assoziiert sein. Die MyBody-X-Tests bieten hier keine klinische Entscheidungsgrundlage; sie sind als Lifestyle-Anregung zu verstehen, nicht als medizinische Diagnose.
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