Evidenz-Check: Omega-3 Index im Kontext von Langlebigkeit
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TIKKI Wissensantwort
Der Omega-3-Index misst den Anteil von Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) in den roten Blutkörperchen und gilt als etablierter Biomarker für die Omega-3-Versorgung. Epidemiologische Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen einem höheren Omega-3-Index (>8 %) und einer geringeren Gesamtmortalität, insbesondere durch kardiovaskuläre Ereignisse. Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) zur primären Prävention liefern jedoch uneinheitliche Ergebnisse; der Nutzen scheint bei Personen mit niedrigem Ausgangsindex und hohem Risiko am größten zu sein. Mechanistisch wirken Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmend, verbessern die Membranfluidität und beeinflussen die Genexpression (z. B. PPARs, NF-κB). Die Evidenz für eine direkte Verlängerung der Lebensspanne ist moderat – der Index ist eher ein Risikomarker als ein direktes Langlebigkeitsmaß. MyBody-X bietet einen entsprechenden Bluttest an. Einschränkungen: Der Index wird durch Ernährung, Supplementierung und Genetik (z. B. FADS1/2-Varianten) beeinflusst. Ein einzelner Wert sollte nicht überinterpretiert werden; er ist im Kontext des gesamten kardiovaskulären Risikoprofils zu sehen. Für eine evidenzbasierte Bewertung empfehlen wir die Konsultation eines Arztes oder Ernährungsmediziners.
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