HLA-DQ2 ist kein direktes Langlebigkeitsgen, sondern das Hauptrisikoallel für Zöliakie (eine autoimmune Enteropathie). Bei unbehandelter Zöliakie können chronische Entzündung, Malabsorption und Nährstoffmängel (z. B. Eisen, Vitamin D, B12) langfristig die Mortalität erhöhen und die gesunde Lebensspanne verkürzen. Allerdings entwickeln nur etwa 2–5 % der HLA-DQ2-Träger tatsächlich eine Zöliakie; die meisten bleiben gesund. Ein Gentest allein rechtfertigt keine glutenfreie Ernährung – diese ist nur bei gesicherter Diagnose (Biopsie + Serologie) sinnvoll. Im Kontext von Longevity-Tests wird HLA-DQ2 oft als „Informations-SNP“ gelistet, aber es gibt keine belastbare Evidenz, dass das Allel ohne Zöliakie die Lebenserwartung beeinflusst. Die Evidenz beschränkt sich auf Assoziationsstudien zur Zöliakie-Mortalität (human-moderate). Wer seinen HLA-DQ2-Status kennt, sollte bei Symptomen wie Müdigkeit, Durchfall oder unklaren Nährstoffdefiziten ärztlich abklären lassen. Ein direkter Longevity-Effekt ist nicht belegt.
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