Muskelschwäche (Myasthenie) bezeichnet eine verminderte Kraftentfaltung der Skelettmuskulatur, die viele Ursachen haben kann: neurologische Erkrankungen (z. B. Myasthenia gravis, Polyneuropathie), primäre Muskelerkrankungen (Muskeldystrophien), Stoffwechselstörungen (Schilddrüse, Elektrolytverschiebungen) oder medikamenteninduzierte Effekte. Ein bekanntes Beispiel ist die Statin-Myopathie: Träger der Variante rs4149056 im SLCO1B1-Gen haben ein erhöhtes Risiko für Muskelschmerzen und -schwäche unter Statintherapie (CPIC-Level A). Ein Gentest wie der von MyBody-X kann solche Risikofaktoren identifizieren, jedoch nur einen kleinen Teil möglicher Ursachen abdecken. Die meisten Fälle von Muskelschwäche erfordern eine ärztliche Abklärung mit klinischer Untersuchung, Blutwerten (CK, Elektrolyte, Schilddrüse) und ggf. Elektromyographie. Consumer-DNA-Tests liefern keine Diagnose, sondern lediglich Wahrscheinlichkeiten. Bei anhaltender oder progredienter Schwäche ist ein Arztbesuch unerlässlich.
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