Biohacking bezeichnet den Versuch, den eigenen Körper und Geist durch gezielte Eingriffe – wie Supplemente, Ernährungsumstellung, Schlafoptimierung, Kältetherapie oder genetische Tests – zu verbessern. Der Begriff ist ein Sammelbegriff für Praktiken, die von evidenzbasierter Medizin bis zu spekulativen Selbstexperimenten reichen. Viele Anbieter von DNA-Tests (z. B. für Ernährung oder Hautalterung) vermarkten ihre Produkte als Biohacking, doch die wissenschaftliche Unterstützung für personalisierte Empfehlungen aus solchen Tests ist oft schwach. Einige Biohacking-Methoden wie intermittierendes Fasten oder Kältetauchen haben moderate Belege, andere wie willkürliche Hormoneingriffe ohne ärztliche Begleitung sind riskant. Wichtig: Biohacking ist kein geschützter Begriff, und die Qualität der Ratschläge variiert stark. Verbraucher sollten kritisch hinterfragen, ob eine Methode durch klinische Studien gestützt ist. Insbesondere bei Hormonmessungen (z. B. Östradiol, Progesteron) ist eine einzelne Messung ohne Zykluskontext nicht aussagekräftig. Die Evidenz für Biohacking als Ganzes ist uneinheitlich – von mechanistisch bis marketinggetrieben. Sicherheitshinweis: Ohne ärztliche Aufsicht können Hormoneingriffe oder hochdosierte Supplemente schaden.
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