Ein normaler Blutdruck liegt bei Erwachsenen in Ruhe typischerweise unter 120/80 mmHg. Die erste Zahl (systolisch) gibt den Druck während des Herzschlags an, die zweite (diastolisch) den Druck zwischen den Schlägen. Werte zwischen 120–129/80–84 gelten als normal bis hoch-normal, ab 130/85 beginnt der Bereich der erhöhten Werte (Prähypertonie). Diese Grenzwerte basieren auf großen epidemiologischen Studien und Leitlinien (z. B. ESC/ESH, ACC/AHA). Wichtig: Der Blutdruck schwankt natürlicherweise – eine Einzelmessung reicht nicht für eine Diagnose. Die 24h-Langzeitmessung oder wiederholte Messungen zu Hause sind zuverlässiger. Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck (Hypertonie) ist ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und Nierenschäden. Die Einstufung ist jedoch kein starres Schema: Das individuelle Risiko hängt von Alter, Vorerkrankungen und Lebensstil ab. Bei Werten über 140/90 sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Die Evidenz für diese Grenzwerte ist stark (human-strong), basierend auf randomisierten Studien und Metaanalysen. Einschränkung: Die Werte gelten für Erwachsene; bei Kindern, Schwangeren oder chronisch Kranken gelten andere Normen.
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