Östrogenmangel kann verschiedene Ursachen haben, z. B. Wechseljahre, operative Entfernung der Eierstöcke, bestimmte Erkrankungen oder Medikamente. Die Behandlung richtet sich nach Ursache, Symptomen und individuellen Risiken. Bewährt ist die Hormonersatztherapie (HRT) bei moderaten bis schweren Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder vaginaler Trockenheit. Allerdings ist HRT nicht für alle geeignet (z. B. bei Brustkrebsanamnese). Nicht-hormonelle Optionen umfassen Lebensstilmaßnahmen (Ernährung, Bewegung, Stressreduktion) sowie pflanzliche Präparate (z. B. Rotklee, Traubensilberkerze), deren Wirksamkeit jedoch oft schwach belegt ist. MyBody-X bietet Bluttests zur Hormonbestimmung an, aber diese sind nicht diagnostisch und ersetzen keine ärztliche Abklärung. Ein Arzt sollte immer die Indikation stellen und die Therapie überwachen. Die Evidenz für den Nutzen von DNA-Tests zur ‚Optimierung‘ des Östrogenspiegels ist sehr gering; solche Tests haben meist Marketingcharakter. Bei Verdacht auf Östrogenmangel ist der erste Schritt ein Gespräch mit einem Gynäkologen oder Endokrinologen.
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