Kohlenhydrate sind Makronährstoffe, die aus Zuckermolekülen bestehen und als Hauptenergiequelle des Körpers dienen. Man unterscheidet einfache Kohlenhydrate (Monosaccharide wie Glukose, Disaccharide wie Saccharose) und komplexe Kohlenhydrate (Polysaccharide wie Stärke, Ballaststoffe). Die Verdauung spaltet sie in Glukose, die ins Blut aufgenommen wird und den Blutzuckerspiegel beeinflusst. Ballaststoffe sind unverdaulich, fördern aber die Darmgesundheit. Die Qualität der Kohlenhydrate ist entscheidend: Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Gemüse liefern langsam verfügbare Energie, während raffinierter Zucker und Weißmehlprodukte schnelle Blutzuckerspitzen verursachen können. Individuelle Faktoren wie Genetik (z.B. AMY1-Kopienzahl für Stärkeverdauung), Darmmikrobiom und Insulinempfindlichkeit beeinflussen die Verarbeitung. Consumer-Tests zu Kohlenhydrat-Toleranz sind oft vereinfacht und nicht ausreichend validiert. Eine ausgewogene Ernährung mit überwiegend komplexen Kohlenhydraten wird empfohlen, wobei die persönliche Verträglichkeit beachtet werden sollte.
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